24. November 2020 1:20 Uhr Feuer Austraße

In der Nacht des 24. November 2020 wurde die Feuerwehr Amberg und die Stadtteilfeuerwehr Amberg-Ammersricht gegen 1:20 Uhr zu einem Feuer in die Austraße alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das Bürogebäude und die angebaute Halle einer Zimmerei auf einer Größe von zirka 800 qm in Vollbrand. Das Feuer griff bereits auf ein direkt angebautes dreistöckiges Geschäftshaus über. Es bestand die Gefahr des Feuerüberschlages auf zwei angebaute Lagerhallen und auf den Stall eines Pferdezüchters, der nur in wenigen Meter Abstand zum brennenden Gebäude stand.

Mit drei Widerstandslinien, bestehend aus mehreren C-Rohren bzw. einen B- Rohr und zwei Wasserwerfern konnte das Feuer dort aufgehalten werden.

Mit einem massiven Innenangriff über das Treppenhaus und mehreren Rohren im Außenangriff stoppte man das Feuer beim angebauten Geschäftshaus. Ein Zimmer brannte komplett aus und der Dachstuhl war zur Hälfte vom Brand betroffen. In den Räumen entstand durch Löschwasser ein Schaden. Der Serverraum einer IT-Firma konnte geschützt werden.

Der massive Löschangriff – zeitweise waren gleichzeitig drei B Rohre, vier Wasserwerfer vom Boden oder über die zwei Hubrettungsfahrzeuge und 14 C Rohre eingesetzt – zeigte bald seine Wirkung. Nach gut 90 Minuten hatte man das Feuer sicher unter Kontrolle. Für diese Maßnahmen wurden vom Einsatzleiter die drei Stadtteilfeuerwehren Gailoh, Karmensölden und Raigering nachalarmiert.

Die Unterstützung für den Ablauf des Einsatzes, die Nachforderung von Material und die Veranlassung der umfangreichen Straßensperrungen sowie die Absprache mit der Polizei und der ILS übernahm die UG-ÖEL.

Zur Erkundung aus der Luft und Lageeinschätzung wurde eine Drohne eingesetzt. Zentral in der Mitte der Einsatzstelle wurde eine Atemschutzsammelstelle und zugleich auch eine kleine Ruhezone für die Einsatzkräfte betrieben. Die Versorgung mit frischen Atemluftflaschen, aber auch mit neuen Mund-Nasen-Schutz und Warmgetränken fand hier unter Covid-19 Abständen statt.

Für die medizinische Betreuung an der Einsatzstelle stellte das BRK einen Rettungswagen und den Einsatzleiter Rettungsdienst zur Verfügung. Weiterhin war der Stadtfeuerwehrarzt vor Ort.

Für eventuell weitere Einsätze im Stadtgebiet stand eine Staffel an der Einsatzstelle bzw. auch an der Wache am Schießstätteweg abrückebereit.

Gegen 5 Uhr war es möglich, erste Einsatzkräfte und Fahrzeuge aus dem direkten Einsatz zu lösen. Die Nachlöscharbeiten zogen sich über den ganzen Tag hin. Mit zwei Baggern von privaten Unternehmen und den Radlader des THW Amberg räumte man die Gebäudeteile zur Seite, um die Glutnester ablöschen zu können. Das Einsatzende war dann schließlich um 20:19 Uhr. Am Folgetag wurden noch eine Brandnachschau gefahren und die Abrissfirma mit Nachlöscharbeiten am Spänebunker unterstützt.

An selber Stelle brannte es am 10. Juli 1986 schon einmal. Bei diesem Großfeuer vor 34 Jahren vernichteten die Flammen eine Schreinerei und das angrenzende Geschäftshaus. (Siehe Foto)

Der Einsatz in Zahlen:

  • 108 Feuerwehrdienstleistende aus dem fünf Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Amberg
  • 21 Fahrzeuge und zwei Abrollbehälter
  • 28 Pressluftatmer, 32 Masken, 40 Atemluftflaschen im Wechsel, sieben Filtergeräte
  • 174 Schläuche B + C mit einer Gesamtlänge von knapp 3.000 Meter
  • drei B Rohre, vier Wasserwerfer, 14 C Rohre

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