Am Dienstagmorgen, den 20. Oktober 2026, wurde die Feuerwehr Amberg um 07:19 Uhr mit dem Stichwort „B4 – Brand Industriegebäude“ in die Kümmersbrucker Straße alarmiert. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung traf das erste Löschfahrzeug an der Einsatzstelle ein. Die Einsatzkräfte fanden eine Kfz-Werkstatt vor, deren vorderer Bereich bereits in Vollbrand stand. Fensterscheiben waren durch die enorme Hitzeentwicklung bereits geborsten. Während des Absitzens der Mannschaft kam es zudem zu mehreren Explosionen innerhalb des Gebäudes, vermutlich verursacht durch Druckbehälter.
Umgehend wurden zwei C-Rohre im Außenangriff durch die zerstörten Fenster vorgenommen. Ziel war zunächst die Abschirmung des angrenzenden Gebäudes mittels einer Riegelstellung, um eine Brandausbreitung zu verhindern. Zeitgleich verschaffte sich ein Angriffstrupp über den Innenhof Zugang zum Gebäudeinneren, um die Brandbekämpfung aufzunehmen.
Auch die neue Drehleiter DLK 23/12 kam bei diesem Einsatz erstmals bei einem Brandereignis zum Einsatz. Zunächst wurde eine Anleiterbereitschaft hergestellt, anschließend
unterstützte die Besatzung die Maßnahmen durch das Öffnen und Entfernen von Teilen der Dachhaut.
Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten rasch Wirkung. Durch die intensive Kühlung im Außenangriff konnte der Angriffstrupp schließlich weiter in das Gebäude vordringen und die Brandbekämpfung im Innenangriff fortsetzen.
Das Hilfeleistungslöschfahrzeug sowie das nachrückende LF 16/12 stellten im weiteren Verlauf die Wasserversorgung sicher und richteten eine Atemschutzsammelstelle ein. Die Atemschutzgeräteträger konnten dabei dankenswerterweise in Räumlichkeiten des Autohauses Hofmann untergebracht werden. Für diese unkomplizierte Unterstützung möchten wir uns herzlich bedanken.
Aufgrund des zu erwartenden hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern wurde zusätzlich die Feuerwehr Kümmersbruck zur Unterstützung alarmiert. Auch hierfür bedanken wir uns für die gewohnt gute Zusammenarbeit.
Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung koordinierte die Einsatzstelle, übernahm die Dokumentation und unterstützte die Führungsarbeit. Die Einsatzleitung hatte Stadtbrandinspektor Christoph Bachmann. Auch Stadtbrandrat Heinrich Scharf war an der Einsatzstelle.
Das Technische Hilfswerk war mit einem Fachberater vor Ort, um die Standfestigkeit der Gebäudereste zu beurteilen. Im weiteren Verlauf wurde hierzu zusätzlich ein Statiker hinzugezogen. Der Rettungsdienst sicherte den Einsatz mit zwei Rettungswagen sowie einem Notarzt ab.
Im weiteren Einsatzverlauf kamen mehrere Angriffstrupps für umfangreiche Nachlöscharbeiten zum Einsatz. Bereits nach rund eineinhalb Stunden konnten die eingesetzten Fahrzeuge die Einsatzstelle verlassen und die Einsatzbereitschaft wiederherstellen. Wenig später wurde nochmals das LF 16/12 zu einer Nachkontrolle sowie weiteren Nachlöscharbeiten an die Einsatzstelle entsandt.
Parallel zu den laufenden Nachlöscharbeiten musste zudem eine Türöffnung in der Asamstraße abgearbeitet werden.
Zur Brandursache können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Bereich entlang der Kümmersbrucker Straße musste für die Dauer des Einsatzes vollständig gesperrt werden, was sich spürbar auf den Verkehrsfluss im gesamten Stadtgebiet auswirkte.
Dank des schnellen und koordinierten Vorgehens aller beteiligten Kräfte konnte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude erfolgreich verhindert und der Brand zügig unter Kontrolle gebracht werden.





